Nachhaltig reisen – so geht’s

Nachhaltigkeit liegt im Trend. So sehr, dass der Begriff in letzter Zeit zu einem echten Modewort mutiert ist. Dabei gibt es Nachhaltigkeit schon seit dem 18. Jahrhundert. Dass neuerdings wieder so viel darüber gesprochen wird, liegt daran, dass wir zunehmend begreifen wie begrenzt unsere natürlichen Ressourcen sind. Die Folgen von Klimawandel, Überbevölkerung und Umweltverschmutzung werden langsam für uns alle spürbar.

Bei vielen von uns weckt das den Wunsch danach, verantwortungsbewusster mit unserem Planeten umzugehen, um nicht auf die Kosten nachfolgender Generationen zu leben. Immer mehr Menschen kaufen deshalb schon regionale oder biologische Lebensmittel, achten darauf wo die Produkte herkommen, wie sie hergestellt werden oder verpackt sind. Nachhaltig reisen allerdings, das tun bisher nur wenige. Gerade in der Sommerzeit macht es deshalb Sinn, darüber nachzudenken, ob wir nicht auch was unsere Urlaubspläne betrifft, nachhaltiger denken könnten. Denn das eigentlich geht ganz einfach. Wir von One haben Euch deshalb drei Tipps für nachhaltiges Reisen zusammengestellt.

1. Reist mit dem Zug oder dem Bus statt mit dem Flugzeug.

Jede unserer Flugreisen hat große Auswirkungen auf unseren CO2 Fußabdruck. Im CO2 Rechner (verlinken) könnt Ihr vorab einschätzen, wie hoch der Schaden ist, den ihr mit einem Flug zu Eurem Wunschziel anrichtet – und Euch überlegen ob es nicht eine andere Möglichkeit gibt, dort hinzugelangen. Wer von Frankfurt nach Paris reist, kann die Strecke genauso gut auch einmal mit dem Zug zurücklegen. Das gleiche gilt für die Distanzen München-Mailand oder Köln-Amsterdam. Wer Geld sparen will und den Bus nimmt, kann mit der Wahl des richtigen Anbieters ebenfalls etwas bewirken. Flixbus oder DeinBus.de bieten Euch an im Anschluss an die Fahrt einen CO2-Ausgleich vorzunehmen.

2. Schont am Reisziel die Ressourcen

Das geht schon mit Kleinigkeiten. Zum Beispiel die Handtücher im Hotel nicht jeden Tag durch frische Wäsche ersetzen lassen. Wenn alle Hotelgäste sich an diese Regel halten würden, würde sich der Wasserverbrauch in Ferienregionen enorm reduzieren. Und auch noch jede Menge Waschmittel sparen. Generell lohnt es sich, in wasserarmen Regionen auf den eigenen Wasserverbrauch zu achten. Und Problemmüll wie Batterien, wieder mit nach Deutschland zu bringen, wo sie besser entsorgt werden können, als in der russischen Tundra.

3. Macht Urlaub in Biohotels

Inzwischen gibt es jede Menge Hotels, Biobauernhöfe und Pensionen, in denen nachhaltig gearbeitet wird und biologische Lebensmittel aus der Region oder sogar aus dem eigenen Anbau serviert werden. Sich schlau zu machen lohnt sich daher. Fernreisen kann man mittlerweile sogar schon bei anbietern buchen, die auf ihre Nachhaltigkeit geprüft wurden und die ein Ökosiegel tragen.

Nachhaltig urlauben könnt Ihr auch im Berliner Umland. Das Landgut Stober z.B. ist das erste Bio-zertifizierte Hotel Brandenburgs. Viele der hier verwendete Produkte sind Fairtrade-zertifiziert. Das Hotel besitzt zudem eine Photovoltaikanlage zur Stromgewinnung, eine Regenwasseranlage für alle WC’s und eine Holzheizung zur Wärmegewinnung. Darüber hinaus sind alle Zimmer elektrosmogreduziert. Ganz schön vorbildlch!

Solltet Ihr Euch dennoch für einen Urlaub entscheiden, der in Eurer CO2 Bilanz so richtig reinhaut, könnt Ihr ihn zumindest wieder ein wenig ausgleichen. Verschiedene Anbieter für CO2 Kompensation machen es möglich, dass wir die klimaschädliche Emission unserer Reise im nachhinein durch eine Geldspende kompensieren. Ist natürlich nicht das Gleiche wie von vornherein nachhaltig reisen, aber besser als nichts.