Interview mit Vizard

Das TOA steht vor der Tür und wir haben das Vergnügen euch das Berliner DJ-Duo Vizard vorzustellen, die bei uns am Stand die Turntable rocken werden. Wir haben uns bei einem Bier mit den beiden über ihre aktuellen Projekte unterhalten.

Wann und wie habt ihr eure Passion zur elektronischen Musik und zum Auflegen entdeckt?
Als wir auf dem Gymnasium waren haben wir immer vierhändig Klavier gespielt, wir haben damals beide Unterricht genommen und mit Melodien herumexperimentiert. Schließlich haben wir bei einem gemeinsamen Abend im Icon entschieden es mal mit elektronischen Klängen zu versuchen. Seitdem sind wir dauerhaft pleite, weil wir uns ständig neue Synthesizer zulegen.

Und wie würdet ihr eure Musik beschreiben?
Das ist immer ganz Stimmungsabhängig, weil wir viele unserer Gefühle in Musik umsetzen. Haben wir eine etwas dunklere Zeit, wie den Februar in Berlin, produzieren wir ziemlich aggressive Musik die nach vorne geht. Zur Zeit sitzen wir allerdings von unseren Synthesizern und schweben in anderen Spähren während dunkle Bässe das Orchester nach vorne schieben. Ich würde sagen unsere Musik ist eine interessante Reise, die wenn wir sie live performen richtig schön Fahrt aufnimmt.

Wie hast du es geschafft euch als DJ zu etablieren?
Wir haben ab irgendeinem Punkt einfach unsere Ängste beiseite geschoben und überall wo es sich ergeben hat gespielt. Damals hatten wir ein live Saxophon im Set, das hat die Leute natürlich begeistert. Heute ist der Sound erwachsener geworden aber immer noch live. Das spüren die Leute, das bleibt im Kopf, dadurch haben wir über die Zeit ein immer größeres Netzwerk errichtet und spielen nun deutlich öfters als damals.

Wo in Berlin werden zurzeit die wildesten Partys gefeiert?
Bei uns im Studio wenn wir mal wieder dabei sind 6 Stunden nebeneinander zu sitzen und zu jamen, während draußen das normale Leben vorbeizieht.

In welchem Club – national oder international – würdest du gerne mal auflegen?
Wir würden super gerne mal die Factory in London zerlegen, am liebsten um 5:00 Uhr Nachts, wenn keiner mehr klar denken kann.

Die Festivalsaison steht vor der Tür. Legt ihr lieber auf Open Airs oder in Clubs auf?
Das kommt wie gesagt bei uns auf den emotionalen Modus an, im Sommer sind wir allerdings ziemlich friedfertig und entspannt in unserer Komposition und im Kopf, deswegen passen Open Airs im Sommer schon besser zu uns. Festival Bühnen abzureißen macht auch Spaß ist aber anonymer. Man kommt, spielt und dann wird man selber zum Festival Gast. Als Inspirationsquelle sind Festivals natürlich unschlagbar.

Ihr produziert auch eigenen Sound – wer ist da euer Hero?
Wir wollen so analog wie möglich produzieren. Klare Vorbilder sind für uns in der schwebenden Zeit Kollektiv Turmstraße. Wenn wir ein bisschen wild drauf sind hören wir eigentlich fast nur Künstler aus dem Boys Noize Label. Rauf und runter. Die experimentieren z.T. echt ganz schön rum, das macht Mut verrückt zu werden.

Wo kann man euch als nächstes spielen sehen?
Wir legen am 16.Juni im Privatclub und stellen ab 23:00 Uhr unsere EP vor, die wir auf Fuchsklang Musik veröffentlichen werden. Danach übernimmt das Herz&Leber Label die Afterhsow-Party. Das wird eine wilde Journey, wir stellen eigentlich all unsere neuen Tracks vor und führen das Publikum durch unsere Klangwelt des letzten halben Jahres. Diese sechs Monate waren verrückt, es wird ein sehr emotionaler Abend.

Hier gehts zum Sound von Vizard.