Digitalisierung, Versicherungen und ONE

‘DIGITALISIERUNG’ war in den letzten drei bis vier Jahren das Schlagwort in der gesamten Versicherungsbranche. Innerhalb und auch außerhalb der Branche sind Führungskräfte, Mitarbeiter, Berater und Anbieter, alle stark und zu recht davon überzeugt, dass die Digitalisierung für eine erfolgreiche Zukunft entscheidend ist. Für jeden innerhalb der Tech-Welt ist das eine ganz offensichtliche Schlussfolgerung, aber innerhalb der Versicherungsbranche ist das nicht so einfach und es gibt zwei wichtige Dinge im Auge zu behalten;

Erstens ist die Digitalisierung im Versicherungssektor keine 100% neues Phänomen. Der Prozess der Digitalisierung begann vor mehr als 45 Jahren! Bereits in den späten 60er Jahren fingen Versicherungsgesellschaften an, alle wichtigen Informationen digital zu speichern und die Geschäftsprozesse mit Hilfe von digitaler Automatisierung zu unterstützen.

Zweitens, wenn wir die Zukunftsperspektiven betrachten, gibt es immer Schwierigkeiten, bei dem Versuch genau zu definieren, was eigentlich mit Digitalisierung gemeint ist. Man muss versuchen, die „Digitalisierung“ im Kontext der Versicherungsbranche klar zu definieren, um einen Weg durch den Dschungel von Ausdrücken und Schlagwörtern wie „AI“, „digitaler Identität“ oder „Internet der Dinge“ zu finden.

Lassen Sie uns einfach mal versuchen, die Digitalisierung in der Versicherungsbranche zu definieren, indem wir sie in vier Phasen unterteilen.

Phase 1 – Digitale Effizienz

Wie bereits erwähnt, hat diese Phase schon vor langer Zeit begonnen. Die Phase, eine „Reise von analog zu digital“ oder „Automation Step 1“, ging durch drastische Entwicklungsphasen, z.B. das Ersetzen von Mainframes durch Client-Server-Technologien oder das Öffnen von IT in breitere Benutzerbereiche dank GUIs (grafischen Benutzeroberflächen) und erschwingliche Produktionsmethoden. Diese Phase ist endlos, effizientere Lösungen und Verbesserungen in dem Bereich zu finden – das wird wohl niemals aufhören.

Phase 2 – Digitale Interaktion

Diese Phase begann in den frühen 1990er Jahren, als IT als hilfreiches Werkzeug für die Kommunikation entdeckt wurde: E-Mail und das ‚www‘ selbst begannen beeindruckend und erfolgreich, die Welt zu verändern. Parallel dazu entwickelten sich auch die Hardware-Technologien: Laptops oder Notebooks und Mobiltelefone, verbreiteten auf der ganzen Welt. Menschen und Unternehmen realisierten schnell das offensichtliche Potenzial dieser Art von Verbindung mit Kunden & Nutzern. Webportale begannen dann einen weiteren entscheidenden Meilenstein des Vertriebs zu entwickeln: E-Commerce. Oft werden Elemente dieser Phase „Industrialisierung“ genannt. Wir können diese Phase auch als „Automation Step 2“ definieren.

Phase 3 – Digital Analytics

Natürlich war die Analytik schon immer ein Teil der Versicherungsbranche, auch schon bevor wir IT hatten. Durch IT konnten sich allerdings analytische Werkzeuge schnell weiterentwickeln, Funktionen wie Data Warehousing, Expertensysteme und Automatisierung. Die aktuelle Qualität und Mannigfaltigkeit der digitalen Analytik muss als eine ganze neue Episode betrachtet werden. Die Fähigkeiten der digitalen Analytik haben und werden auch weiterhin einen starken Einfluss auf die Entwicklung neuer Geschäftsstrategien bilden. Predictive Analytics und die Verwendung von „smarten“ Datenerfassungsmethoden als neue Informationsquellen schaffen neue Verhaltensmuster in allen Schichten der Geschäftsproduktivität und in unserem täglichen Leben auch: Von den Verbrauchern über Verteilungsmechanismen bis hin zum Herzen der Versicherungsunternehmen. Nennen wir diese Phase „Big Data 2“, da Versicherungsunternehmen schon seit Jahrzehnten Big Data verwendet haben, wenn nicht sogar schon Jahrhunderte lang. Versicherung drehe sich schon immer um Big data, aber das Konzept, was das eigentlich bedeutet und die Fähigkeit von Versicherungsgesellschaften diese richtig zu handhaben und zu nutzen – einer ständig wachsenden Welt der Daten – ist die nächste Herausforderung.

Phase 4 – Digital Action

Die höchste Stufe der Leistung in Bezug auf unsere vier Phasen ist Cognitives Computing. Die Entwicklung von Robotik und intelligenten Maschinen werden einen weiteren Fortschritt innerhalb der Branche ermöglichen, z.B. neue Automationsstufen („Automation Step 3“). Unentdeckte Flecken der riesigen Daten-Ozeane („Big Data 3“) werden Versicherungsunternehmen beim Entwickeln neuer Service-Leistungen und Schutzpakete helfen und es wird neue Optionen geben dieses Geschäft auf den Markt zu bringen.

Was bedeutet Digitalisierung für ONE?

Darauf basierend arbeitet ONE an der Bereitstellung neuer Features, d.h. Versicherung auf Anfrage oder mobilitätsbasierte Preisgestaltung. Eine weitere unersetzliche Säule in der Geschäftsarchitektur von ONE ist Vertrauen. Die Verbraucher benötigen Schutz, Schutz muss jederzeit und in jeder Situation gegeben werden können. Das beinhaltet auch einen vertrauenswürdigen Umgang mit Daten und Informationen, der immer automatischer abläuft im täglichen Leben.

Die Versicherungsbranche ist sich darüber im Klaren, dass sie ihr Geschäft digitalisieren muss und sie tut das auch. Da wir mit ONE einen voll lizenziert Versicherungsträger komplett neu aufbauen, sind wir in der Lage, diese Ziele effizienter und schneller zu erreichen. Unsere Technik ist “state of the art”, was bedeutet, dass wir uns nicht auf die „Digitalisierung“ konzentrieren und unser bestehendes Geschäftsmodell verändern müssen. Wir haben eine klare Vision für die Zukunft der Versicherung und haben ein Geschäftsmodell gebaut, das skalierbar und fähig ist, nicht nur mit neuen Trends in der Daten- und Service-Ebene Schritt zu halten, sondern den Weg zu ebenen und Neues mitzugestalten.